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Blücherhatz! PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 05. Januar 2010 um 14:00 Uhr

Die Entstehung der Blücherhatz begann mit dem Beschluß, keine eigenen Räumlichkeiten irgendwo außerhalb des Hauses anzumieten, sondern eine sehr viel kleinere Bahn in meinem ehemaligen Arbitszimmer unter'm Dach aufzubauen, die damit bequem und jederzeit erreichbar - und obendrein auch endlich beheizbar! - werden sollte. Und es begannen "Planungen auf engstem Raum". Ich habe mir die vielen tollen Entwürfe wirklich sehr genau angeschaut und abgewogen, um mich am Ende dann - für mich selbst überraschend - für eine ganz einfache und schlichte Bahn zu entscheiden.

Problem war zunächst der Platzmangel: eine große Bahn nebst kompletter Landschaftsgestaltung aus einem Raum von der Größe eines Schweinstalls in ein Kinderzimmer zu stapeln erfordert Einiges an Geschick. In genau diesem Zimmer dann 2,50 m lange OSB-Platten herumzuwuchten und zu einer L-förmigen Platte zusammenzuschustern schien dann erstmal ein schieres Ding der Unmöglichkeit zu sein. Aber am Ende ging's doch irgendwie. Und genau so wurde sie dann erstmal in der Zeit vom 25.12.2009 bis 28.12.2009 aufgebaut:

Die Idee der ursprünglich diagonal quer durch den Raum geplanten Start-Zielgerade musste leider fallen gelassen werden, da sonst kaum noch Platz für Spieler geblieben wäre. Den endgültigen Todesstoß erhielt die Idee als sich herausstellte, dass sich damit nicht einmal die Mindestvorstellung einer Beoxengasse verwirklichen ließ. Die Verzweiflung war groß, der Mut bgann zu sinken und irgendwie sah ich mich schon wieder Immobilien-Anzeigen in der Sparte "biete Hobbykeller" studieren. Doch irgendwann kam dann die Idee mit der "gekrümmten" Boxengasse auf und die Welt schien plötzlich wieder ein kleines bißchen besser zu sein. Und der zufällig entdeckte Kniff mit den K1/30°-Kurven ermöglichte es mir obendrein auch noch, endlich auch einmal über die Boxengassenmauer von Fly nachzudenken. Damit wird diese Boxengasse wohl zum spektakulärsten Teil dieser ansonsten mit 12,59 m bzw. 13,21 m "Länge" doch recht bescheidenen Bahn.

Doch die Blücherhatz bietet - unter Berücksichtigung der Größendimensionen - wirklich alles, was ich mir von meiner idealen Bahn wünsche:

Eine spannende Finish-Strecke, die mehr verlangt als einfach nur auf's Gas zu treten. Die K2-K3-Kurve auf Höhe der Boxeneinfahrt wurde intern schon "Rutschpartie" getauft, weil driftende Fahrzeuge durch fehlende Randstreifen und die sich entfernenden Pitlane plötzlich "den Boden unter den Füßen verlieren" und oft mit dem Chassis über die Fahrbahnkante schlittern. Die Audi R10 sind inzwischen wahre Meister darin, aus dieser Fahrzeuglage wieder zurück in den Slot zu springen. Alle anderen müssen noch mehr vom Gas gehen.

"Krümmungsrichtungswechselne Kurven", also Kurven, die erst nach links und dann nach rechts führen oder umgekehrt. Eine solche befindet sich gleich hinter dem Rundenzähler und dient Ghostfahrzeugen als nützliche "Reibungsbremse" vor der scharfen K1-Kurve. Die meist schnellerfahrenden "humanoid gesteuerten" Fahrzeuge müssen hier jedoch zusehen, ohne großen Zeitverlust durchzukommen.

Mindestens eine sich schön öffnende Kurve, wie sie sich zum Beispiel direkt an die kleine Schickane nach dem Rundenzähler anschließt - und sich dort zum echten "Genickbrecher" bzw. "Zeitenkiller". entpuppte. Bemüht man sich nämlich um eine schnelle Rundenzeit, versucht man so schnell als möglich die Zeitmesser des Rundenzählers zu erreichen. Erreicht man sie zu schnell, driftet man ziemlich stark in der mit K1 beginnenden Kurve oder fliegt gleich ganz ab. Beides nicht sehr dienlich für die nächste schnelle Rundenzeit.

Einen Hochgeschwindigkeitsabschnitt und eine schöne K4-Kurve. Ich muß zugeben, dass in den gegeben Raumverhältnissen sicherlich nicht die Topspeeds gefahren werden können wie vielleicht anderswo, doch zumindest ein Abschnitt hat zumindest halbwegs die notwendige Länge, um auchmal so richtig "durchzudrücken". Daß K4-Kurven jedoch kein absolut sicherer Schutz vor dem Abfliegen sind, sollte bekannt sein. Die K4-Kurve der Blücherhatz hat auch schon den Spitznamen "Maserati-Grab" weg.

Eine schöne enge Schickane, wie man sie vor der letzten Spitzkehre findet. Sie sieht vielleicht nicht besonders spektakulär aus, wird aber eigntlich nur noch "Mördergrube genannt. Man fliegt entweder aus eigenem Versculden ab - oder wegen eines stark driftenden Gegners auf der Nebenspur.

Mindestens eine sich schön schließende Kurve zum Beispiel als letzte Spitzkehr vor der Boxeneinfahrt. Man könnte die beiden K1/60°-Bahnteile eigentlich auch "Die unverzeihlichen Zwillinge" taufen - sie sind der mit Abstand langsamste Streckenabschnitt und verzeihen keinerlei Fehler.

Obendrein sind eigentlich alle potentiellen Crashstellen relativ leicht erreichbar, um abgeflogene Fahrzeuge wieder zu bergen und es ist sogar noch Platz für mein ach-so-geliebtes Boxengassengebäude.

... wobei Letzeres wohl zur Anschaffung einiger Barhocker führen wird, wil man sonst die K4 von normalen Stühlen aus nicht einsehen kann.

Hier noch ein paar Impressionen aus der Zeit des Aufbaus und der ersten Runden ... die ca. 150 Fahrzeuge mussten nach dem Umzug ja schließlich erstmal getestet werden .... von den vielen Neuzugängen ganz zu schweigen.

Der bisherige - noch inoffizielle - Rundenrekord liegt übrigens bei unter 4,3 Sekunden, gefahren von einem Audi R10 (der wegen seines später geplanten Daseins als LMP-Ghostcar ziemlich stark magnetisiert war). Allerdings hatte ich da schon nicht mehr die Zeiten meiner Slot.it-Renner im Kopf... die werde ich heute also wohl oder übel nochmal texten müssen

 

Schlagzeilen

1. Rundenrekord auf Blücherhatz

Mittlerweile steht auch der erste offizielle Rundenrekord auf der neuen Strecke:

3,811 Sekunden, aufgestellt von einem meiner Neuzugänge, dem Audi R8C Roll-out von Slot.it.

Statistiken


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