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Sonntag, den 26. Oktober 2008 um 21:34 Uhr

Bevor ich nun dazu komme, den Bericht über das Dadder-Rennen am letzen Montag nachreiche, will ich unbedingt erst die Impressionen des heutigen Tages zusammenfassen. Und eigentlich lässt er sich in einer einzigen Zahl zusammenfassen: 12,010 Sekunden! Winken

Doch ich will nicht vorgreifen, eines nach dem anderen. Nach zwei Stunden Fahrt - ja, Heinz, ich weiss: es geht auch schneller - stand ich also endlich vor dem viel gepriesenen Wunderwerk: 40 Meter Spaß pur!

Ich schreibe diese Zeilen erstmal am Laptop und kann deswegen hier leider nicht die Bilder von meiner Kamera herunterladen, die werden also ers später nachgereicht. Aber ich muss zugeben, sooo vel kam ich gar nicht zum Fotographieren vor lauter gucken. Ich mein', 40 Meter müssen erstmal abgegangen werden, um sich die Positionen und Richtung der Weichen einzuprägen und ... Jaaaa, sicher, von wegen! Cool Autos drauf und los, die Weichen findet man noch früh genug! Zunächst begannen wir zu dritt - Heinz, sein Bruder Gerhard und ich - Heinz's Porsche-Sammlung auf Trab zu bringen. Mit Erfolg! Besonders interessant deshalb, weil seine drei Exemplare - im Gegensatz zu meinen - relativ gleichwertig im Fahrverhalten sind.

Anschließend stiegen wir auf seine LMPs um: ein Porsche RS Spyder, zwei Audi R10 sowie ein Peugeot 908. Mit dem 2007er Audi zeigte ich den beiden Brüdern erstmal, wie man so ein Ding bewegt - der lag aber auch fanastisch auf der Straße! Anschließend tauschten wir und ich fuhr auch den sehr viel mehr driftenden 908er ziemlich weit nach vorne. Man muss zu Heinz' Ehrenrettung sagen, dass er seine eigenen Autos dieser Kategorie selbst noch kaum bewegt hat. Hoffentlich ändert sich das bald, Heinz! Überraschungfahrer war aber eindeutig Gerhard - von wegen "Bremsklotz"! Der hielt mit dem 2006er R10 permanent mehr als nur mit. Klassicher Fall von Selbstunterschätzung, würde ich mal sagen.

Dann tauchte Michael nebst Nachwuchs und dessen zugehörigem Freund auf. Und dann ging es ziemlich rund. Ein mitgebrachter Opel Commodore jagte (m)einen Ford Mustang GT "Highway Patrol", nachdem ich ihm mit meinem Manta auf und davon bin. Dazwischen tummelte sich ein GTi mit einem Maserati MC12 und um ehrlich zu sein, ich weiss nich wirklich, wer beim Wamfahren wem wirklich davonfuhr. Das anschließende Rennen brachte es jedoch ans Lich: ich hätte doch besser meinen Manta fahren sollen anstatt meinen am Ende drittplatzierten Mustang. Gewonnen hat der sich erst nach dem Qualifying angemeldete und aus der letzten Riehe startende Heinz mit seinem DTM-Benz "Schneider" vor Michaels Maserati.

Nachdem Heinz endlich damit herausrückte, was so an Rundenzeiten üblich ist auf seiner Bahn, kam dann endlich MEIN Moment ... okay, eher der meiner Rennsemmel. Gut, "kleine" Jungs sind von Haus aus leicht zu beeindrucken, aber es schmeichelt trotzdem, wenn zwei 11-Jährige plötzlich und mit einem "Boah, guck mal!" eine flachen weißen ding auf der Bahn nachstarren. Und der McLaren F1 enttäuschte mich auch nicht: Runde um Runde ertönte jedes Mal auf's neue der Ton für eine neue Bestzeit! Erst als ich langsam an mein Limit kam - nicht an das des Autos - driftete ich so stark, dass das Kabel vom Stromabnehmer getrennt wurde. Die Bestzeit stand zu diesem Zeitpunkt auf 12,010 Sekunden und ich fand die Reparaturpause eine gute Gelgenheit, die Rekordjagd zu beenden, um dem Hausherren die Möglichkeit zu lassen, die 12-Sekunden-Marke selbst zu unterbieten ... irgendwann einmal, denn heute schaffte er es nicht einmal mit seinem Formel-1-Toyota (und um 1 Volt erhöhte Fahrspannung, Du Schlitzohr!) Winken

Anschließend wollte Michael aus aktuellem Anlass mal er-fahren, wie es denn so ist, wenn mal ein "großes" Auto über den Parcours jagt: meine 124er LMPs wurde auf die Bahn geschickt. Keine Frage: nix für kleine Kinder, die Teile. Dazu muss man wissen, daß sowohl die Porsche RS Spyder als auch die beiden R10 ob ihrer deutlich größeren Masse sehr viel schwieriger auf der Bahn zu halten sind als ihre 132er-Brüder. Und wenn sie denn mal aus dem Ruder liefen, dann werden die Hebelräfte auch gerne mal so groß, daß es die Stromabnehmer und zum Teil auch die Leitkiele herausreisst. Nichts, was sich nicht sofort wieder beheben lässt, aber selbst kleine Fahrfehler werden damit natürlich sehr hart bestraft. Es dauerte eine Weile, bis man sich daran gewöhnt hatte. Aber als Tipp für Michael: bei den GT1-Fahrzeugen ist das nicht ganz so schlimm, wenn man sie mal umgerüstet hat.

Zum Abschluß gab es dann nochmal ein Formel-1-Rennen für alle. Ich erwischte eine leider nicht ganz so berauschend fahrenden McLaren und es gewann der Benjamin unserer Runde - Michaels Sohn Joshua - mit einem Ferrari, knapp vor Heinz mit seinem Toyota. Pechvogel war Joshuas Freund Jonathan, der seinen McLaren irgendwie so gar nicht in den Griff bekam. Aber ich glaube, er hat es dennoch genossen.

Am Ende wieder allein zu zweit, konnten Heinz und ich "endlich" wieder Altmänner-Tüftelei betreiben und kamen auch auf einige interessante Ideen. Für das Eliminieren der störenden Einflüsse durch das Neonlicht auf die Wireless-Regler muss Heinz zwar selbst noch ein wenig tüfteln. Aber wir fanden eine kleine Ungereimtheit im Bahnaufbau, diskutierten mögliche Alternativen bei dem Verbau seiner Weichen und hatten eine grandiose Idee für die Realisierung einer Boxengasse mit Pacecar-Platz und frei wählbaren Tankplätzen und einer Doppelweiche(!) als Einfahrt.

Alles in allem: ein wunderbarer Tag, Heinz, für den ich dir ganz herzlich danke! 

 

Schlagzeilen

1. Rundenrekord auf Blücherhatz

Mittlerweile steht auch der erste offizielle Rundenrekord auf der neuen Strecke:

3,811 Sekunden, aufgestellt von einem meiner Neuzugänge, dem Audi R8C Roll-out von Slot.it.

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